Süßmäuse on Stage
Shownotes
Süßwein – lange Zeit als klebrig, altmodisch oder bloße Dessertbegleitung abgestempelt. Doch Conny und Sarah räumen mit den Vorurteilen auf und zeigen, warum edelsüße Tropfen echte Geheimwaffen für Genießer sind. In dieser Folge von Wein ist ihr Hobby tauchen sie tief in die Welt der süßen Verführungen ein: 🍇 Von Beerenauslese bis Trockenbeerenauslese – Was bedeuten diese Begriffe, und warum sind sie für Süßwein-Fans so wichtig? 🍯 Edelsüß oder einfach nur süß? – Wo liegt der Unterschied zwischen einem hochwertigen Süßwein und einer pappsüßen Enttäuschung? 🥂 Food-Pairing-Überraschungen – Welche unerwarteten Kombinationen mit Süßwein sind echte Geschmacksexplosionen? (Spoiler: Es muss nicht immer Dessert sein!) 🍷 Mythen & Wahrheiten – Wird Süßwein wirklich nur von alten Leuten getrunken? Und ist eine teure Flasche immer die bessere Wahl? 🕰️ Der Alterungsprozess – Warum werden manche Süßweine mit den Jahren immer besser und können Jahrzehnte überdauern? Conny und Sarah teilen ihre persönlichen Lieblings-Süßweine, Anekdoten aus Verkostungen und geben Tipps, worauf ihr beim Kauf achten solltet. Dazu gibt’s witzige Geschichten, ehrliche Meinungen und natürlich eine ordentliche Portion Leidenschaft für Wein. Diese Folge ist wie ein perfekt gereifter Trockenbeerenauslese: vollmundig, vielschichtig und mit langem Nachhall!
Transkript anzeigen
00:00:00: Ist das was Gutes, was Schlechtes, wenn ich Feule höre, denke ich erst mal um?
00:00:03: Hm, ist wie beim Kühlschrank daheim.
00:00:06: Mal überlegt, bist du gut, bist du schlecht?
00:00:09: Du verreuntert, du Freund.
00:00:11: Fachwissen, eine Prise Neugier und eine ordentliche Portion Humor.
00:00:17: Moin und Servus, bei Weines dir Hobby.
00:00:20: Wo wir wollen nicht nur genießen, sondern auch drüber sprechen.
00:00:22: Mögen die Gläser immer halbvoll sein.
00:00:25: Moin und Servus und herzlich willkommen.
00:00:28: Ihr seid zurück beim Podcast Weines dir Hobby.
00:00:31: Mein Name ist Sarah Ploss.
00:00:33: Konni, ganz mein Name.
00:00:34: Und ich muss mich gerade schon so ein bisschen zurückreisen,
00:00:38: zurückhalten.
00:00:40: Erstens bin ich erwahnsinnig überrascht,
00:00:42: dich jetzt auch mal hier wieder anzutreffen, Konni.
00:00:44: Du bist ja wahnsinnig beschäftigt.
00:00:46: Du bist ja für mich bisher schon halb ein Promi bei all dem,
00:00:49: was du in letzter Zeit so tust, dass ich dich entfernen.
00:00:51: Hier, hier, hier, hier.
00:00:53: Dann hör ich dich ständig überall.
00:00:55: Und jetzt bist du auch noch lustig.
00:00:57: Kurz zu unserer Folge heute.
00:00:59: Wir nehmen euch heute mit.
00:01:01: Wir sind heute richtig süß, Mausis.
00:01:03: Denn es geht um Süßweine.
00:01:05: Brauchst du gar nicht so lachen, du bist die größte von allen, Konni.
00:01:08: Und wenn ihr diese Folge gehört habt,
00:01:10: dann wisst ihr hoffentlich noch genauer, was Süßwein ist,
00:01:13: wie ihr entsteht, welche berühmten Süßweine es auf der ganzen Welt
00:01:16: zu gibt, wie man sie am besten verkostet und genießt
00:01:19: und vieles mehr.
00:01:21: Aber erst mal zu dir, Konni.
00:01:23: Ja, durchaus.
00:01:25: Also ich verstehe zwar das nicht mit dem Halbpromi,
00:01:27: aber doch durchaus war einiges los.
00:01:32: Ich arbeite hart daran.
00:01:34: Ne, war wilde Tage jetzt.
00:01:37: Man fühlt sich an wie ein ganzer Monat,
00:01:39: aber es ist alles so passiert in wenigen Tagen.
00:01:41: Ja, ich war hier eingeladen, dort eingeladen,
00:01:44: hier ein Interview, da ein Interview und...
00:01:46: Also ich kriege ja nahezu täglich Meldungen aus dem schönen Oberfranken
00:01:49: von meinen Eltern, die, glaube ich, mit unter deine größten Fans sind,
00:01:52: dass sie Konni jetzt schon wieder hier im Fernsehen war
00:01:55: und dann haben wir sie da heute gehört,
00:01:57: im bayerischen Rundfunk.
00:01:59: Und Tene Bayern, ja auch da war ich.
00:02:01: Das auch noch natürlich.
00:02:03: Entschuldigung, wir konnten dich nur vergessen.
00:02:05: Und dann gucke ich da letztens RTL.
00:02:07: Da sehe ich doch dich.
00:02:09: Ja, SternTV.
00:02:11: Da bin ich jetzt auch.
00:02:13: Wahnsinn. Also da dachte ich mir, okay, läuft bei ihr.
00:02:16: Da hast du, erzähl mal kurz, was du gemacht hast,
00:02:18: für alle, die es nicht gesehen haben.
00:02:20: Ja, ich wurde gefragt, ob ich einfach
00:02:22: eine kleine Studioaktion begleiten möchte
00:02:24: und sie hätten sich vorgestellt,
00:02:26: sie möchten den Tagesgast überraschen mit einem Blindtasting.
00:02:28: Und dann habe ich gesagt, ja klar, nichts leichter als dessen bin dann mal
00:02:31: schöner an Altweiberfasching tatsächlich
00:02:33: zur besten Zeit nach Köln gefahren.
00:02:35: Oh ja.
00:02:37: Abstuttgart war der ganze IC an Altweiberfasching.
00:02:40: Und dann habe ich da aufs RTL-Gelände befahren worden
00:02:44: und habe da eine Live-Studioaktion abgedreht.
00:02:49: Die Sendung ist zwar aufgezeichnet,
00:02:51: weil die Sonntags immer ausgestrahlt wird.
00:02:53: Aber wir haben so getan, wie eine Live-Sendung, also gegen das zack, zack, zack.
00:02:56: Und dann, ja tschüss und ciao, vielen Dank.
00:02:58: Mein Name ist Konne Gans.
00:02:59: Wahnsinn.
00:03:00: Rennstudiohaus.
00:03:01: Ging ganz schnell.
00:03:02: Ja, das war auch für mich, ehrlich gesagt, meine andere Liga,
00:03:05: weil ich bin zwar seit jetzt fast acht Jahren beim bayerischen Fernsehen,
00:03:08: aber die Privat-Sender haben schon nochmal eine andere Größe am Produktion.
00:03:13: Das war auch für mich, wo ich sage, okay, so viele Kameras wie hier stehen,
00:03:18: stehen eigentlich in den ganzen Sendungen zusammen,
00:03:21: vom bayer über den Tag verteilt.
00:03:23: Da merkst du schon, dass ein bisschen andere Produktionskosten da sind.
00:03:26: Also ich habe das sehr geschätzt, dass sie auf mich zugekommen sind
00:03:29: und mich gefragt haben, ob ich das machen würde.
00:03:32: Weil es ist ja nicht so, als wäre ein Kölner Raum oder Düsseldorf da nicht irgendwie viel Wein in der Region.
00:03:38: Es ist ja alles eher ums Eck.
00:03:40: Und ich fahre extra nach München hoch.
00:03:42: Und die wieder sehr geschätzt.
00:03:44: Also es war wirklich...
00:03:45: Ich finde, du hast da wahnsinnig gut reingepasst.
00:03:47: Ich habe mich richtig gefreut, dich da zu sehen.
00:03:49: Das war mal richtig erfrischend, wenn ich das so sagen darf.
00:03:51: Ja, cool.
00:03:52: Er freut mich.
00:03:53: Er war auch für mich Erlebnis.
00:03:55: Und jetzt kennt man sich, beweist.
00:03:57: Neben dann war da Stefan Raab.
00:03:59: Und da war da Günther Jauch.
00:04:01: Also habe ich da wohl gefühlt.
00:04:03: Speaking of Stefan Raab,
00:04:05: wird man dich denn jetzt vielleicht auch in einem lustigeren Kontext öfter sehen?
00:04:09: Ich habe nämlich gesehen, du warst noch weiterhin aktiv.
00:04:11: Ja, es ging dann relativ zügig von Köln wieder nach München,
00:04:14: weil ich da vielleicht einen kleinen Workshop für Comedy Stand-up hatte,
00:04:18: weil ich einen kleinen Lebenstraum für mich erfüllen möchte und es auch jetzt getan habe.
00:04:23: Einfach mal als Comedian auf der Bühne stehen.
00:04:25: Und am Sonntag gab es dann direkt auch schon die Abschlussshow, meine Premiere.
00:04:29: Wahnsinn.
00:04:30: Nicht öffentlich, also sprich nicht gestreamt, kein Video.
00:04:35: Aber es waren über 120 Leute im Saal.
00:04:38: Und hat jemand gelacht?
00:04:39: Ja.
00:04:40: Ich darf behaupten, dass ich fast jeden Gaggede-Punch-Schlein so gesetzt habe,
00:04:48: dass es dann auch so rüber kam.
00:04:50: Also ich war auch schon auch sehr stolz.
00:04:52: Hört, hört die Punch-Schlein, Conny, du bist jetzt auch mit was Wortes um dich?
00:04:55: Ja, weil, you know, "A Act, Don't Tell" ist so mein Ding.
00:04:59: Oh Mann, ey, das ist so cool.
00:05:02: Ich meine, ich kenne dich ja jetzt länger auch so in dem privaten Rahmen.
00:05:05: Und ich kann sagen, Conny ist einfach einen wirklich sehr angenehmen, humorvollen
00:05:09: und sehr schwierige Mensch.
00:05:10: Immer so aus dem Nichts, feuert sie immer.
00:05:12: Und vergegst.
00:05:13: Ich finde das cool, dass du jetzt im wahrsten Sinne dafür auch eine Bühne gefunden hast.
00:05:16: Ja, es wird jetzt weitergehen.
00:05:18: Tatsächlich habe ich es bald schon wieder am nächsten Auftritt.
00:05:20: Und dann werde ich es auch mal öffentlich kommunizieren.
00:05:23: Vielleicht hat ja die...
00:05:25: Ja, du, ich dachte mal, das Leben, was mache ich denn, was mache ich denn?
00:05:28: Ich kann noch was machen, ich habe noch Luft.
00:05:31: Ja, nee, ich habe da jetzt richtig wirklich gefühlt.
00:05:34: Es setzt jetzt endlich um.
00:05:36: Vor 14 Jahren habe ich mal eine sehr anerkannte, aber ältere Generation von einer Kabarettistin, Lisa Fitz.
00:05:44: Vielleicht kennt man die, zumindest ihren Sohn, den Florian Dabitschitz.
00:05:49: Den kennt man, der hat ja auch einen wahnsinnig schönen Humor.
00:05:52: Ja, ganz schöner Mann.
00:05:53: Auch das.
00:05:55: Und die Mutter ist all so der ersten weiblichen Kabarettisten in Deutschland gewesen.
00:06:00: Und die hatte ich mal zur Meeting oder haben wir halt so ein längeres Gespräch
00:06:05: und dann hat sich Herr Conny bleibt da dran und hat mir eine SMS nachgeschickt mit den Worten "wirklich", bleibt da dran.
00:06:12: Also an dem Humor sein, an dem "Mach das, mach damit irgendwas".
00:06:17: Und wie lange ist das her?
00:06:18: 14 Jahre.
00:06:20: Das war ja nur eine SMS, okay, verstehe.
00:06:22: Ja, SMS, ja, das war noch so eine SMS, ja, so eine Short Message.
00:06:26: Wow, 14 Jahre später hat Conny sich gedacht.
00:06:28: Ja, auch schon, wer du.
00:06:30: Ja, gesagt getan.
00:06:32: Super.
00:06:33: Richtig cool. Bin gespannt, was da noch kommt. Ich freue mich da sehr, sehr für dich.
00:06:36: Ja, danke. Ich freue mich, wenn du dann mal in Publikum bist und meine Punchlines hörst.
00:06:41: Ja, mein Lacher ist erkennbar.
00:06:44: Ja, und mit dir auch.
00:06:47: Wie kriege ich jetzt den Übersprung hier?
00:06:50: Ich habe im Workshop gelernt, Fick-Überleitungen. Also, mach einfach.
00:06:55: Fick-Überleitungen? Darf man das hier sagen?
00:06:58: Ja, wir dürfen hier alles sagen.
00:07:00: Ach so, ja.
00:07:01: Ich kann alles sagen.
00:07:03: Denk nicht über Überleitungen nach, sag's einfach.
00:07:05: Okay, also du bist für mich wie mein Liebst der Süßwein.
00:07:08: Ich freue mich immer riesig, dich zu sehen.
00:07:11: Ich dachte, du willst auf dich überleiten.
00:07:14: Achso, wir gehen jetzt rein ins Süßwein-Thema.
00:07:18: Okay.
00:07:19: Weil bei mir gibt's nichts zu erzählen.
00:07:20: Okay, cool.
00:07:21: Ich bin einfach so witzig, ich brauche keine Bühne.
00:07:23: Das stimmt.
00:07:25: Superren, superren, sehr gut.
00:07:29: Süßwein ist, das darfst du später noch erraten,
00:07:31: wenn ich auch dich fragen werde nach deinen Empfehlungen.
00:07:34: Aber Süßwein, Süßwein, Süßwein, was ist denn jetzt Süßwein?
00:07:38: Das darfst du mir jetzt mal erklären.
00:07:40: Was macht einen Wein Süßwein? Darf ich ihm Süßwein nennen?
00:07:43: Rein in die Hardfacts.
00:07:45: Süßwein ist ab 45 Gramm Restzucker auf einen Liter gerechnet.
00:07:51: Dann ist es offiziell ein...
00:07:53: Oh, danke schön. Ein Süßwein.
00:07:55: Okay, was hat denn jetzt so im Vergleich normalerweise Wein,
00:07:59: den wir so zu essen trinken, wenn er kein Süßwein ist?
00:08:01: Nur, um das mal in Relation zu stellen?
00:08:03: Ein klassisch trockener Wein, also was quasi,
00:08:05: ich sag mal, 80 Prozent der Weine so darstellt,
00:08:08: der Welt sind bei 9 Gramm maximal.
00:08:11: Das hat ein bisschen was mit, wie es die Säure zum Zuckerverhältnis,
00:08:15: das ist sehr analytisch, das ist wurscht,
00:08:17: aber eigentlich nicht über 9 Gramm.
00:08:19: Wir sagen eigentlich so die meisten Weine,
00:08:21: die wir so im Klassen haben, sind so 4, 5 Gramm Restzucker.
00:08:24: Das auch nur, weil man nicht zwingend es erreichen will,
00:08:28: dass die Hefe wirklich alles, alles an potenziellen Zucker zusammenfressen muss.
00:08:33: Wir erinnern uns an eine frühere Folge, "Njam jam jam", Hefe.
00:08:36: Ja, die "Njam jam jam", genau.
00:08:38: Und sie schafft es auch nie, 0,0.
00:08:41: Also es wird immer ein Hauch sein, aber wir nehmen das als trockenfahr.
00:08:44: Jetzt hatten wir grad schon das Stichwort "Gärung".
00:08:48: Wenn wir jetzt mal darauf zu sprechen kommen,
00:08:50: wie stelle ich dann einen Süßwein her?
00:08:52: Was habe ich hier für Möglichkeiten?
00:08:54: Also es gibt 3 Möglichkeiten, warum ein Wein süß ist.
00:08:59: Die Variante 1 ist, dass ich tatsächlich,
00:09:02: und ich spreche hier immer vom Wein,
00:09:04: also der Wein ist eigentlich schon, hatte die Gärung schon,
00:09:06: die läuft schon oder ist schon fertig.
00:09:09: Es gibt einmal die Möglichkeit, dass ich ihn wirklich süße,
00:09:12: sprich der Wein ist quasi fertig mit der Gärung,
00:09:15: die Hefe hätte eigentlich jetzt soweit alles erledigt
00:09:18: und dann gebe ich noch ein bisschen was von einem Traubenmost oder Saft dazu.
00:09:24: Sprich die unvergorenen Säfte vom gleichen Wein und der gleichen Güte
00:09:30: kann ich nachträglich noch ein bisschen dazugeben
00:09:33: und dadurch ist er ja wie gesüßt,
00:09:35: weil das ist ein süßter Traubensaft, da ist ja der Alkohol noch nicht entstanden.
00:09:39: Das ist süß.
00:09:41: Das kannst du machen, ich bin ganz ehrlich,
00:09:43: das ist so ein bisschen die einfache Variante.
00:09:46: Es ist aber in Deutschland in jeglicher Qualitätsstufe tatsächlich erlaubt.
00:09:51: Ah, okay.
00:09:52: Also das ist, weil der gleiche Wein, der gleiche Saft verwendet werden muss.
00:09:56: Also du tust ja nicht irgendwie einen Zuckerbeutel reinschütten
00:09:59: oder so, sondern es ist die gleiche Trauben, die du nicht vergerst,
00:10:02: tust du zum kleinen Teil wieder zum fertigen Wein dazu,
00:10:05: es ist also die gleiche Herkunft, der gleiche Auskaufspunkt.
00:10:08: Ist das dann auch von ein und derselben Lese
00:10:10: oder kann ich jetzt auch von letzten Jahr?
00:10:12: Eben nicht, es muss wirklich genau gleiche, ausgleiche Güte.
00:10:15: Genau, alles gleich sein.
00:10:17: Und das ist ja auch gewissermaßen ein bisschen aufwendig,
00:10:21: aber es gibt halt auch süßlich schmeckende Weine
00:10:24: in sehr günstigen Preissegmenten, und da sind wir mal ehrlich,
00:10:27: die entstehen halt, heißt es so.
00:10:29: Das ist halt wirklich süß.
00:10:31: Und ganz sprachlich würde ich jetzt ganz blinzig sagen,
00:10:33: du solltest halt ein bisschen rumpatschen, bis es schmeckt.
00:10:35: Ja, es hat vielleicht ein bisschen auch tatsächlich, ich muss sagen,
00:10:38: es ist ein bisschen sicher, das Leben einfach gemacht.
00:10:41: Also darf man das auch mal so aussprechen, es ist so ein bisschen nachgeholfen,
00:10:44: aber es hat Regeln, die kannst du nachvollziehen,
00:10:48: als, sag ich mal, Landwirtschaftsinstitut oder als Kontrollstelle,
00:10:52: weil du kannst dich plötzlich irgendwie mehr Wein haben,
00:10:55: als du den Weingarten hast.
00:10:57: Also muss eben aus dem Gleichen kommen, das kann man nachvollziehen.
00:10:59: Aber ja, die noch natürlichere Weise,
00:11:03: ist der Wein hat von sich aus so viel potenziellen Zucker,
00:11:08: weil die Sachen so reif in den Weingärten hängen,
00:11:11: dass ich sage, liebe Hefe, ich möchte gar nicht, dass du alles aufrissst.
00:11:16: Trotzdem hast du schon ordentlich Alkohol produziert.
00:11:19: Ich stoppe die Gerberung und möchte,
00:11:22: dass du eben nicht alles zusammenfressen kannst.
00:11:24: Also sprich, ich habe Alkohol plus noch potenziell Restzucker
00:11:27: in meinem Most, das nennt man Süße durch Aufstoppen.
00:11:32: Das kann ich machen, den Weingärstopp einlegen.
00:11:35: Meistens kühle ich einfach den Tank, den Bottich,
00:11:38: in dem das Ganze passiert, auf unter 10 Grad runter.
00:11:41: Und dann sagt die Hefe, weißt du, was mir ist zu kalt?
00:11:43: Ich höre auf, tschüss, ciao, bin raus.
00:11:45: Genau.
00:11:47: Oder die allernatürlichste Variante ist,
00:11:51: die Hefe schafft gar nicht mehr.
00:11:53: Die hört auf natürliche Art auf,
00:11:55: weil sie in dem Alkohol, den sie selber steigert,
00:11:59: immer weniger leistungsfähig ist
00:12:02: und es ist noch potenziell so viel Zucker übrig,
00:12:05: das schafft die gar nicht.
00:12:06: Die hört einfach irgendwann auf zu funktionieren, sagt,
00:12:08: ich bin raus, ich kann immer, tschüss, ciao, danke.
00:12:11: Also, diese drei Wege gibt es.
00:12:13: Süßen, ich stoppe selber als Mensch,
00:12:16: ich abkühle, oder die Hefe sagt, ich schaffe nicht mehr.
00:12:19: Wenn die Hefe sagt, ich schaffe nicht mehr,
00:12:21: das ist dann der Fall, wenn ich beispielsweise
00:12:23: eine Spätdese habe oder die Trauben wirklich,
00:12:25: dann ernte erst, wenn sie richtig reifbrallzuckerhaltig sind.
00:12:29: Oder wie kann ich mir das vorstellen?
00:12:31: Das kannst du dir so vorstellen,
00:12:32: weil, dass die Hefe sagt, ich schaffe nicht mehr,
00:12:34: das bedeutet, da muss so viel Zucker entstanden sein
00:12:36: in den Trauben.
00:12:38: Und das bedeutet, sehr spät ernten
00:12:40: oder irgendwas ganz Besonderes, das passiert,
00:12:42: aber im Weingarten schon, in der Natur draußen.
00:12:45: Das geht meistens nur ab einer gewissen Güte.
00:12:49: Was wären denn jetzt typische Rebsorten für einen Süßfein?
00:12:52: Kann ich das theoretisch mit jedem Wein machen?
00:12:55: Kann ich natürlich nicht, aber erklärst du noch mal, warum?
00:12:58: Ich weiß ja nicht, was du für eine Erklärung hast,
00:13:01: da bin ich das auch gespannt, aber es sind immer Rebsorten,
00:13:04: die eine relativ hohe Säure haben und eine gewisse Aromatik mitbringen.
00:13:09: Die Säure ist deswegen wichtig,
00:13:11: weil sie das Gegenstück zur Süße darstellt.
00:13:13: Wenn ich eine Rebsorte nehme, technisch gesehen kann ich es mit allem machen,
00:13:16: aber wenn eine Rebsorte relativ säureabend schon daherkommt
00:13:19: von Natur aus und ich die dann noch süßlich ausbaue,
00:13:23: dann wird das sehr klebrig, dann wäre das sehr üppig,
00:13:26: ich werde das sehr schwerfällig.
00:13:28: Also brauchst du Rebsorten, die ein bisschen Sprung mitbringen,
00:13:31: dass die Süßen gegen Spieler sind.
00:13:33: Das sind Balance.
00:13:34: Ein bisschen Balance, dass Spannung reinkommt.
00:13:36: Riesling, deutsche Leitrebsorte, die hat eine unfassbar hohe Säure,
00:13:40: die eignet sich par excellence wie keine andere.
00:13:43: Es gibt auch in Österreich oder Ungarn,
00:13:46: die einen Formint, auch dafür bekannt,
00:13:48: sehr hohe Säurewerte zu haben.
00:13:50: Chardonnay hat das aus Natur aus sehr hohe Säurewerte.
00:13:53: Schénaux Blanc aus Frankreich, sehr hohe Säurewerte.
00:13:55: Das sind alles auch die Grundlage von den größten süßen Beinen dieser Welt.
00:14:00: Muska Teller nicht zu vergessen.
00:14:02: Vielen Dank, Muska Teller aus Österreich nicht vergessen.
00:14:05: Großer Stolz der Nation.
00:14:07: Aber auch genau die Rebsorten, die ich jetzt aufgezählt habe,
00:14:11: sind auch alle geeignet für eine andere Art Wein,
00:14:13: weil die die gleiche Spiel brauchen.
00:14:15: Säure für die ganzen Sektor dieser Welt.
00:14:17: Also Säure ist wichtig als Gegenstück für Süße,
00:14:22: wenn es um Süße geht, aber auch ein Richtwert,
00:14:27: wenn ich überlege, eignet sich diese Rebsorten, um Sekt zu machen.
00:14:30: Also Säure ist immer im ersten Moment so,
00:14:33: "Ai, moch, kann Sauer rein?"
00:14:34: Das hat nichts damit zu tun.
00:14:36: Da geht es erstmal um die Traube.
00:14:38: Du musst erst mal die Voraussetzung haben,
00:14:40: weil es dann eben ja hinten raus eine Balance ergeben soll.
00:14:43: Ja, das wäre jetzt auch genau meine Erklärung gewesen.
00:14:45: Cool.
00:14:46: Ja klar, das haben wir auf der gleichen Vegetarierseite geguckt.
00:14:49: Cool.
00:14:55: Eine weitere Frage, die sich mir oft gestellt hat.
00:14:57: Jetzt habe ich ja einen Süßwein und dann steht aber ganz oft drauf,
00:15:00: Lieblich oder süß oder sogar edel süß.
00:15:03: Was sind hier die Unterschiede?
00:15:05: Kriegt sich das nach dem Restzuckergehalt
00:15:08: oder woran mache ich das fest?
00:15:10: Ja, also ich gehe jetzt immer mal vom deutschen Weingesetz aus,
00:15:13: was aber sehr europäisch gleich ist.
00:15:16: Wir haben Trocken, Restzucker bis 9 Gramm,
00:15:19: aber hängt ein bisschen von der Säure ab,
00:15:21: vergisst es also bis 9 Gramm.
00:15:23: Dann gibt es Halbtrocken offiziell,
00:15:25: das ist ein Gesetz, was ich jetzt sage,
00:15:27: das ist bis 18 Gramm und dann gibt es noch so eine Richtlinie mit 2 Gramm,
00:15:31: und dann gibt es offiziell Lieblich,
00:15:33: das ist eine Geschmacksangabe im Gesetz,
00:15:35: das ist über 18 Gramm bis 45 Gramm Restzucker.
00:15:40: Ist ja aber dann faktisch, wie wir gerade gelernt haben,
00:15:42: nach Definitionen noch kein Süßwein,
00:15:44: denn der geht ab 45 Gramm.
00:15:47: Genau, diese 4 Geschmackseinheiten haben wir bei Wein.
00:15:51: Trocken, Halbtrocken, Lieblich, Süß.
00:15:55: Wenn jetzt so Wörter wie Edel süß dazukommen,
00:15:59: soll das uns den Hinweis geben,
00:16:01: hier ist keine süßre Servig, nachgesüßt worden,
00:16:03: also Süßre Servig, das mit dem Most und den Traubass,
00:16:05: und hier ist es Edel entstanden.
00:16:08: Also auch altraditionell, der Wein selbst hat nur gearbeitet,
00:16:13: oder was heißt das?
00:16:15: Ja genau, es gibt ja die Edelfäule.
00:16:17: Ja, das wollte ich dich dann noch fragen.
00:16:20: Und dann gehen wir dann auf das noch ein,
00:16:23: und es gibt auch noch eine Variante,
00:16:26: die schwebt so zwischen Halbtrocken und Lieblich,
00:16:30: das ist vielleicht immer gelesen, Feinherb.
00:16:33: Ja, aber ist das nicht nur bei Bubbelt?
00:16:36: Ne, das hast du meistens bei deutschen Sießlingen.
00:16:40: Und da gibt es eine kleine Geschichte dazu,
00:16:42: ich sage es ganz kurz, offiziell ist das nicht im Weingesetz,
00:16:45: ich habe gerade die Viernamen gesagt, die Geschmacksangaben darstellen.
00:16:48: Ich bin aber nicht verpflichtet als Weingut,
00:16:51: dass ich draufschreibe dieser Weines Trocken,
00:16:53: dieser Weines Halbtrocken, Lieblich, das muss ich nicht draufschreiben.
00:16:57: Ich kann es, weil das natürlich helfen würde
00:16:59: in der Kommunikation, im Regal.
00:17:01: Und eine Dame, Annegret Regardner, die leider nicht mehr lebt,
00:17:08: viel zu früh gestorben ist, war eine so eine Powerfrau,
00:17:11: die hat ein Weingut-Reichsgraff von Kesselstadt geführt,
00:17:16: das gibt es auch heute noch, und die war so eine Visionärin
00:17:19: und eine Pionierin, eine ganz beeindruckende Persönlichkeit,
00:17:22: wirklich uns super sympathisch, ich habe es ja auch noch kennenlernen dürfen.
00:17:25: Die hat gesagt, hey, wir hier an der Mosel,
00:17:29: wir haben mit unseren Rieslingen so eine hohe Säure
00:17:32: durch die Steinlagen, durch diese Skiverböden,
00:17:35: da passt das Wort Halbtrocken nicht, das ist viel zu süß
00:17:39: in den, was das auslöst bei den Köpfen.
00:17:41: Wir sind aber von dem Werten schon Richtung Lieblich zum Teil.
00:17:44: Ich kann aber nicht draufschreiben, Lieblich,
00:17:46: weil das ist völlig daneben, unsere Weine fühlen sich
00:17:49: trotzdem viel trockener an.
00:17:51: Sie fühlen sich fein an, durch die hohe Säure.
00:17:54: Und sie sind eben herb, und herb ist ja eigentlich so dieses,
00:17:57: auch im Französchen das Wort Brüt,
00:17:59: dieses schon fast so austrocknende,
00:18:02: und sie hat gesagt, uns ist es fein und auch gleichzeitig
00:18:05: ein bisschen herb, obwohl sie diese Süße haben,
00:18:07: weil unser Riesling von diesen Böden einfach so ist, wie er ist,
00:18:10: das ist einfach ein Geschenk der Natur, dass wir das hier haben.
00:18:13: Und sie hat konsequent fein herb draufgeschrieben.
00:18:16: Hat sie auch richtig Ärger irgendwie so ein bisschen gehabt,
00:18:19: also nicht böseartig, aber sie musste sich halt dann schon
00:18:22: rechtfertigen, dass das irgendwie, was soll dieses Wort,
00:18:25: ist das Verwirren, Verbraucherschutz und so, sie so, nein,
00:18:27: ist das selbst erklären.
00:18:29: Und sie hat dieses Wort einzugenommen,
00:18:31: in unseren Etikettensprach gebraucht.
00:18:33: Den gab es davon nicht, das war die Annegret.
00:18:36: Und ja, bis heute ist ihm das fein herb,
00:18:39: diese Brücke von vor allem Model-Rieslingen,
00:18:44: um zu sagen, sie sind nicht trocken,
00:18:46: er warte hier kein trockener Wein,
00:18:48: aber sie sind auch alles anders, lieblich oder süß.
00:18:50: Obwohl die Werte rein vom Labor her sagen würden,
00:18:54: lieblicher Wein.
00:18:56: Das sieht sich nicht so an.
00:18:58: Also genießt es einfach, er ist fein und er ist herb
00:19:00: und er ist wunderbar.
00:19:02: Also diese kleine inoffizielle Bezeichnung gibt es auch noch die,
00:19:05: inoffizielle fünf.
00:19:07: Aber richtig geile Geschichte dahinter.
00:19:09: Ja.
00:19:11: Ja, ja, haben wir einige starke Frauen in Deutschland.
00:19:13: Zeigst du ja.
00:19:15: Jetzt hast du mir gerade schon hier die Portritteszenerie
00:19:18: vorweggenommen, die Edelfäule.
00:19:20: Sehr schön ausgesprochen.
00:19:22: Das Latine muss ich ja bezahlbar machen.
00:19:24: Ach so, ja.
00:19:26: Was ist die Edelfäule und was ist ihre Rolle bei Süßwein?
00:19:31: Ist das was Gutes, was Schlechtes,
00:19:33: wenn ich Feule höre, denke ich erstmal um?
00:19:35: Das ist wie beim Kühlschrank daheim.
00:19:38: Mal überlegt, bist du gut, bist du schlecht?
00:19:41: Du verreuntert du Freiheit?
00:19:43: Ja.
00:19:45: Also die Edelfäule ist in dem Fall wirklich edel
00:19:49: und verfeinert ein Produkt.
00:19:51: Sie setzt sich gerne auf reife Trauben.
00:19:54: Also wir sind dann, sprechen so ab September,
00:19:57: in den Herbst hineingehend.
00:19:59: Die Trauben sind richtig schön satt, ob Brod oder Weiß,
00:20:02: jetzt erst egal.
00:20:04: Je reife eine Frucht wird, das kann man auch beim Apfel
00:20:06: oder Bierne oder anderen Früchten sehen,
00:20:08: desto feiner wird die Schale, die Schutzschicht.
00:20:12: Und im Herbst kommt meistens mehr Nebel- und Feuchtigkeit.
00:20:15: Einfach weiß ich, die Temperaturen ja auch ändern.
00:20:18: Und durch Nebel- und Feuchtigkeit und reife Zucker, reife Trauben,
00:20:22: ist es halt Quelle für Pilze.
00:20:25: Die freuen sich ja dann.
00:20:27: Und ein Pilz freut sich auch, und das ist eben der Edelpilz,
00:20:30: die Pudritis-Zeneria.
00:20:32: Und die setzt sich quasi auf die Beeren.
00:20:35: Und du musst dir vorstellen, so eine Traube hat ja viele Beeren,
00:20:38: die so relativ enge aneinander setzen.
00:20:40: Und da kriegt die Feuchtigkeit rein, und da kriegt dann die Feule rein.
00:20:43: Und das ist wie beim schönen Schimmelkäse.
00:20:47: Also die Käselieben haben ja keine Angst vor den Schimmeln,
00:20:50: weil es ja auch gute Pilze gibt.
00:20:52: Und die Pudritis-Zeneria ist eine positive Schimmelart,
00:20:56: die perforiert die Beerenhaut, die eh schon sehr dünn ist,
00:20:59: weil sie sich drauf setzt.
00:21:01: Und immer wenn dann im Herbst so schön um die Mittagszeit,
00:21:04: meistens die Sonne doch irgendwie durchbricht, den Nebel verzieht,
00:21:07: hast du jetzt eine perforierte Beerenhaut,
00:21:09: und die Sonne dran können mehr auf die, in das Fleisch eindringen,
00:21:13: sprich das Wasser verdunstet tatsächlich.
00:21:16: Und so schrumpeln quasi jeden Tag kommt in das Frühjahr Nebel,
00:21:20: dann wieder die Sonne, Nebel, Sonne, Nebel, Sonne.
00:21:23: Und so schrumpeln mir quasi am Stock auf natürliche Art und Weise die Trauben ein.
00:21:28: Und dadurch konzentriert sich das Ganze,
00:21:30: weil das Wasserverhältnis zu allen festen Bestandteilen, allen voran Zucker,
00:21:34: verändert ist.
00:21:36: Teilweise fehlen 50% Wasser.
00:21:38: Also hast du quasi wie eine Syrup-Essenz,
00:21:40: wie wenn es eingekocht wäre, ohne dass wir was gemacht haben.
00:21:44: Und das ist schön.
00:21:46: Das ist eine hohe Zuckerkonzentration auf wenig Flüssigkeit gesehen.
00:21:50: Wie kann ich mir das jetzt im Alter vorstellen?
00:21:54: Ist das, warte ich, wenn ich Vorhabe süß sein zu machen,
00:21:57: generell immer bis zu diesem Punkt,
00:21:59: oder ist das ein Luxus, den ich haben muss, so lange warten zu können?
00:22:03: Genau, Nummer zwei, es ist ein Luxus.
00:22:05: Also du kannst nicht sagen, okay, es klappt immer.
00:22:08: Auch in Gebieten, wo es sehr starke Nebel-Wahrscheinlichkeit ist,
00:22:11: heißt nicht jedes Jahr, dass es auch klappt.
00:22:13: Und bei manchen Süßweinarten möchte ich es auch gar nicht,
00:22:17: weil natürlich nicht nur das Wasser sich verändert, also der Anteil,
00:22:21: sondern es ist auch aromatisch.
00:22:23: Also nachvollziehbar, ich rieche rein, wenn ein Wein sehr starker Brutdriet ist.
00:22:28: Das mag ich nicht immer.
00:22:30: Also das ist nicht immer das Ziel.
00:22:32: Okay, okay.
00:22:34: Jetzt hatten wir ganz oft schon angesprochen Themen, wie Spätlese, Auslese.
00:22:38: Ich habe hier ein paar Begriffe gefunden
00:22:40: und ich wünsche mir von dir, liebe Conny, dass du Klarheit reinbringst.
00:22:43: Da wird den Begriff Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese.
00:22:48: Cool.
00:22:49: Return.
00:22:50: Ja, also spätlese erklärt sie selber, es wird später gelesen.
00:22:55: Weil die Beeren und Trauben dann reifer, zuckerhaltiger.
00:23:00: Genau.
00:23:01: Wie kann ich diesen ganzen Zuckerspaß bestimmen?
00:23:04: Du nimmst die Traube, also eine Art, es gibt dann noch eine Labor,
00:23:08: das ist mal easy.
00:23:10: Ich nehme eine Traube, die zerquetschig und dann habe ich so ein lustiges Gerät.
00:23:14: Das kenne ich.
00:23:15: Wie heißt das mal?
00:23:16: Refractometer.
00:23:17: Genau.
00:23:18: Da schaut man dann immer so total cool wissenschaftlich in die Sonne.
00:23:22: Ja.
00:23:23: Und dann habe ich eine Anzeige da drinnen.
00:23:26: Und wir messen in Deutschland, also im deutschsprachigen Raum,
00:23:30: die Schweizer glaube ich auch, müsste ich jetzt, ja, müsste ich jetzt lügen,
00:23:34: nach Grad Öxle.
00:23:36: Ja, schon mal ihr gehen, wann gehört.
00:23:38: Ja.
00:23:39: Es ist sehr weinbautähnisch.
00:23:41: Also wir als Sommerlis oder als Gast müssen das jetzt nicht unbedingt wissen,
00:23:44: aber wir messen damit den potenziellen Alkohol.
00:23:47: Oder anders gesagt, wir messen das Mosgewicht.
00:23:50: Was ist das Mosgewicht?
00:23:51: Das Mosgewicht ist das Gewicht einer Flüssigkeit und Verhältnis zum Gewicht vom Wasser.
00:23:56: Da wir in einem Traubensaft vor allem Wasser drin haben, mit bisschen Zucker
00:24:01: und zu anderen Spurenelementen, hat es ein anderes Gewicht wie einfach nur Wasser.
00:24:08: Heißt, wir haben 1050 Milliliter Most und vergleich zu 1000 Milliliter Wasser,
00:24:18: haben wir eben 50 Gramm mehr Gewicht und das ist dann 50 Grad Öxle.
00:24:24: Wunderbar.
00:24:25: Ganz einfache Rechnung.
00:24:27: Das ist wichtig, ich als Weingut kann es verschmecken und fühlen und Erfahrung haben.
00:24:32: Wenn ich das aber irgendwie auf dem Etikett betiteln möchte,
00:24:35: muss ich schon eine gewisse Einheit einhalten.
00:24:38: Und wann ist spät?
00:24:39: Wann ist eine Lese spät?
00:24:41: Je nach Rebsorte kann ich das messen am Mosgewicht.
00:24:45: Heißt, der Riesling ist eine späte Lese.
00:24:49: Wenn er so lange draußen im Weingarten hängt,
00:24:51: dass er so viel Zucker aufbaut, dass der Mosgewicht bei 85 Grad Öxle hängt.
00:24:56: Ab dann darf ich sagen, dass ich eine Spätlese ernte es dann halt runter,
00:25:01: weil das wirklich dann auch ganz bewusst spät gelesen ist
00:25:05: und eine gewisse Zuckergraduierung hat.
00:25:07: So, dann geht es weiter mit der berühmten Auslese.
00:25:11: Die Auslese, wie das Wortein schon sagt,
00:25:15: gehe ich durch die Weingärten tatsächlich je nach Rebsorte
00:25:21: und lese nach der Spätlese nochmal aus.
00:25:25: Heißt, ich schau mal an, der Rebstock,
00:25:27: ah wunderbar, hier sind die Trauben sehr schön reif.
00:25:30: Nächster Rebstock ist vielleicht nur ein Teil der Trauben schön reif.
00:25:33: Ich nehme nur das runter, was die richtige Reif-Graduierung hat.
00:25:37: In Öxle wieder gemessen, reden wir davon ab 92 Grad.
00:25:42: Falls es irgendjemand interessiert.
00:25:44: Grad eben waren wir noch bei 85, jetzt sind wir bei 92.
00:25:47: Genau, also wir schrauben uns immer höher.
00:25:49: Aber ich kann auch sagen, ich lass dich noch hängen,
00:25:51: die ich lass dich noch hängen und gehe halt so durch die riesigen Weinberge
00:25:55: und vielleicht gehe ich hier durch, keine Ahnung, den Boscatella
00:25:58: und dann gehe ich hier noch durch, was das ist, den Chardonnay
00:26:01: und so lese ich halt einzelne Stöcke aus.
00:26:04: Hör ich das richtig raus, das hier aber auch schon wieder
00:26:06: ein zeitlicher und arbeitsaufwendiger Meeraufwand ist.
00:26:12: Unbedingt, wir reden vor allem hier von Handlese.
00:26:14: Ja, klar.
00:26:15: Das geht gar nicht anders.
00:26:16: Da musst du wirklich mit dem Leseteam da rein,
00:26:18: ein kleines Team, ein großes Team,
00:26:19: wie viel Weinberge du halt hast und jeden Stock anschauen
00:26:22: und ein Stock hat ja nicht nur eine Beere dranhängen,
00:26:24: sondern halt zwei, drei Trauben vielleicht
00:26:26: und da musst du die Einzelne angucken.
00:26:28: Nur, dass man das nicht vergisst, wenn ein dementsprechender Meer
00:26:30: vielleicht auch ein paar mehr.
00:26:32: Dann geht die nächste Stufe weiter mit der Beeren aus, lese.
00:26:37: Auch hier sagt eigentlich das Wort schon, ich lese jetzt nicht nur die Traube aus,
00:26:41: sondern innerhalb von einer Traube hängen ja ganz viele Beeren
00:26:44: und dann pick ich einzelne Beeren.
00:26:46: Boah.
00:26:47: Das passiert tatsächlich.
00:26:48: Wie häufig kommt das vor?
00:26:51: Verbreitet ist das.
00:26:52: Ja, es ist schon der kleinere Teil der Weinwelt.
00:26:55: Nischig.
00:26:56: Ja, es ist nischig.
00:26:58: Es ist uralt und wird seit Dekaden gemacht,
00:27:03: aber dieses Essenzen, die rauskommen, superaufwendig,
00:27:07: hört man ja, ich glaube, ich kann sich selber das Bild malen.
00:27:10: Das muss man auch bezahlen.
00:27:12: Drum.
00:27:13: Aber wie kann ich mir das dann in der Realität vorstellen?
00:27:15: Er geht ja jetzt nicht ein Mensch mit einem Refractometer
00:27:18: und nimmt die Traube und guckt sich dann die Beeren an.
00:27:21: Woher weiß ich denn jetzt bei der Traube, welche Beere ich nehme?
00:27:24: Ja, du musst halt ein Lese-Team oder ein Lese-Team.
00:27:27: deine Leute, die du da hast, die müssen eingeschult sein. Das ist für die Erfahrenden. Wenn du jetzt
00:27:33: quasi noch nie bei einer Lese dabei warst und sagst, ich würde mir wahnsinnig gerne so eine
00:27:38: Lese mitmachen, dann schick ich dich ganz sicher nicht zur Bärenauslese raus. Vielleicht habe
00:27:43: ich da unentdeckte Talente. Wir können sie mal bei so einem Versuchsmalberg ausprobieren, wenn
00:27:48: wir unseren Wein machen mal. Da machst du mal deinen Bärenauslese-Editionssader. Ich mich auch.
00:27:55: Aber du musst natürlich da die erfahrenen Leute dranhören. Die wissen schon, was zu tun. Es ist
00:28:01: einfach nur Fühlen schmecken. Du kannst auch immer mal wieder eine Bäre aufmachen. Der Kern
00:28:05: muss schon braun sein. Du probierst. Aber du hast natürlich immer Stichblumen. Du beobachtest
00:28:11: in der High-Season deinen Weinberg quasi jeden Tag oder deine Weinberge. Das ist natürlich,
00:28:17: wenn du irgendwie 50 Hektar hast oder so. Ja, das ist eine angespannte Situation. Und dann immer
00:28:24: nach oben schauen, dass da ja kein Regen reinkommt. Weil die perforierte Haut ist immer noch da meistens
00:28:29: oder die sehr vollreifen Trauben haben keinen so großen Schutz mehr. Das passiert tatsächlich bei
00:28:34: Regen in der Phase, dass sich die wieder mit Wasser mehr voll saugen. Da musst du wieder ein paar Tage
00:28:39: warten, bis sich das wegveratmet oder weggearbeitet hat. Aber wir merken uns, die Bärenauslese
00:28:45: ist wirklich, du liest einzelne Bären aus. Ist so. Muss es nicht immer eine sein, können wir so ein
00:28:50: kleines Gebinde sein mit so drei. Aber du schaust dir das einzeln an. Und dann gibt es noch die Trockenbärenauslese.
00:28:59: Trockenbärenauslese hat Öksegrad von ab 150. Boah. Also da ist schon potenziell wahnsinnig viel Zucker
00:29:10: und Alkohol zur Verfügung. Das klingt wie eine Rosine. Das entsteht genau eben eigentlich nur
00:29:17: mit Hilfe von einer Putritis-Zeneräerbefall. Weil, dass die so einrosinieren, wie du sagst,
00:29:25: dass es so trockene Bären werden. Das muss irgendwie unterstützt werden und das ist eben dann
00:29:30: hier die Edelfäule, die das unterstützt. Das habe ich aber nicht aussortiert meistens, sondern ich
00:29:37: weiß, diese Ecke vom Weinberg, die hat oft eine Nebelsicherheit oder hier habe ich einen
00:29:42: gut Mikroklimat da drin oder auch die Atmosphäre, die natürlichen Häfen, die in so einem Weinberg
00:29:48: auch zirkulieren. Dies haben potenziell das immer die Edelfäule setzt. Also ich suche ganz
00:29:53: bewusste Ecken in meinen Portfolie von Weinbergen aus, wo ich weiß, hier klappt es auch potenziell.
00:29:58: Verstehst du, ich kann jetzt nicht sagen, ich mache jetzt hier aus einem Weinberg eine Spätlisse,
00:30:03: eine Auslösse, eine Bärenauslösse und eine Trockenbärenauslösse und vielleicht auch noch
00:30:06: ein Eiswein. Das passiert meistens an verschiedenen Parzellen und Orten, wenn ich immer alles die
00:30:12: gleiche Voraussetzung habe. Und dann wäre das eben Virusinien am Stock, die erntigt dann vielleicht
00:30:18: im November, vielleicht erst im Dezember runter. Also das ist so richtig lange draußen hängt. Und die
00:30:24: Steigerung oder die eines der schwierigsten Sachen wäre dann noch, ich würde nicht unbedingt
00:30:28: Steigerung sagen, aber der Eiswein wäre noch eine Kategorie, das geht nur auf "No risk,
00:30:35: no fun" Methode, weil du ja nie weißt, wie kalt und hart wird in der Winter und wann.
00:30:40: Da nehme ich dann aber wirklich gefrorene Bären, oder? Du musst mehrere Tage,
00:30:45: musst das unter -7 Grad sein. Ich ernte meistens bei -11 Grad, weil die Gesetzgeber sagt,
00:30:51: das muss gepresst werden bei -7. Da steht dann quasi eine Kontrolleinheit. Also wenn ich das erst
00:30:59: bei -7 ernte und dann noch mit die Kisten in mein Weinkeller bringen, wird das ja wärmer. Also
00:31:04: muss das noch kälter werden. Also das sind alles quasi, der Anfang macht die Spätlese,
00:31:15: da geht es dann wirklich eben wie reifen die Trauben in den Weinbergen. Dann geht es dahin.
00:31:24: Cool. Sieger, wir sind jetzt in der Zeit ein bisschen fortgeschritten, deswegen habe ich mir
00:31:29: jetzt überlegt, berühmte Süßweine der Welt. Ich werde dir jetzt einfach eine Region nennen und
00:31:33: du sagst mir, wie süßweine ich hören will. Wir gucken mal, wie das funktioniert. Wir fangen
00:31:37: ganz einfach an. Wir fangen einfach an. Deutschland. Deutschland, welcher Süßwein nicht wegzudenken?
00:31:44: Natürlich. Rieseligen Trockenbären auslesen. Richtig. Ja. Okay. Frankreich. Ja. Es ist so
00:31:52: tern. Super. Ungarn. Tokai. Italien. Reggiotto. Pasitos, apasimentos, aller Art. Wow. Okay. Fühlst du
00:32:05: den Druck auch gerade? Ich bin ja so aufgeregt. Ja, ich weiß nicht. Habe ich bis jetzt alles gesagt,
00:32:09: wie du es hören wolltest. Ja, bisher hast du alles gesagt, wie ich es hören wollte. Okay.
00:32:11: Und jetzt kommen wir noch nach Spanien und Portugal. Ach Gott. Aber jetzt bin ich, da bin
00:32:16: ich wahrscheinlich jetzt schlecht. Okay. Spanien, glaube ich, willst du vielleicht auf Scherri
00:32:21: raus? Ja, da gehen wir, glaube ich, auch nochmal ganz kurz gleich drauf ein. Und bei Portugal
00:32:26: wahrscheinlich dann auf Portwein. Richtig. Aber das sind beides keine Süßweine. Das
00:32:32: wirst du mir jetzt nämlich auch erklären, warum. Das war die Finte. Okay. Ja, ich sag mir witzige
00:32:39: Weise und Österreich, du hast vorhin noch einen gelben Muskateller so nach vorne gestellt.
00:32:44: Österreich hat natürlich auch eine Spezialität. Die der Rusta, Rusta Ausbruch. Okay. Sehr,
00:32:51: gern geschehen. Gut. Ja, cool. Ja, ist ein kleiner, feiner, kleiner, goldene Flüssigkeit. Ganz
00:33:00: lecker, außer Rust. Lass uns kurz auf Scherri und Portwein eingehen. Ja, Scherri und Portwein
00:33:07: gehören beide in die Kategorie Fortified Wines, also gestärkte Weine. Und mit gestärkt
00:33:13: Meint man, man hat ihnen zum gewissen Zeitpunkt Schnaps. Ein bisschen aufgespritet. Aufgespritet.
00:33:21: Und es ist genauso, wie sie es anhört. Genau. Das heißt, aber ich habe ursprünglich trotzdem
00:33:26: Süßwein. Ja, ein, du hast nicht ein Süßwein, wie jetzt eine Trockenbeeren Auslese geerntet
00:33:33: und die dann gespritet, sondern du hast den Gerstopp eingelegt. Ich habe es vorher erklärt,
00:33:39: man kann es runterkühlen. Du könntest aber auch einfach mindestens, ich glaube, es müssen
00:33:43: dann je nach Schnapsart, sagen wir mal, ab 80 Volumen prozent Schnaps sein. Und es muss
00:33:51: aus Wein kommen. Also Weinbasis destilliert. Und wenn es ein Industrie Schnaps ist, also
00:33:59: Industrieapothekeralkohol, muss es mindestens 90 Prozent Alkohol sogar haben oder mehr.
00:34:05: Also richtig hoch destilliertes Zeug. Und das schütte ich in meinen gerenden Wein. Und
00:34:11: das ist auch gestoppt, sprich die Hefe ist tot, weil die schafft es nicht bei so einem
00:34:16: harten Alkohol und hat natürlich die Zucker übrig gelassen. Also das ist der Unterschied.
00:34:21: Das ist kein Süßwein, der dann gespritet wird, sondern ich stoppe mit Schnaps. Wann ich das
00:34:27: mache, das macht ein bisschen den Unterschied von der jährlichen, jeweils Spezialität,
00:34:32: ob es Sherry ist oder es gibt ja auch Vorgaben, es gibt ja noch Madeira vielleicht schon mal
00:34:38: gehört und Malaga und so. Das sind auch alles so gespritete, gestärkte Weine fortified
00:34:44: wines. Sie sind süßlich. Ich habe noch nie gehört vorher. Ja, wegen fort, also stark
00:34:51: und so gestärkte Weine. Bei uns in Deutsch heißt es halt alles ein bisschen anders, bei uns
00:34:56: hast du gespritet, dass sich jeder gleich vorstellt, aha, ein Punch. Nee, aber das ist eine eigene
00:35:04: Kategorie. Also wenn ich von weiß Wein, rot Wein, rosaisekt und süße Wein spreech,
00:35:09: rede ich auch von gespriteten Wein. Das ist eine Kategorie Wein. Genau. Das heißt dann
00:35:14: wirklich gespritete Weine, so heißt die Kategorie. Ja, geil, finde ich cool. Auf Englisch hört
00:35:19: es sich halt schöner aus, das ist gestärkte Weine fortified, aber naja, so ist es immer halt.
00:35:24: Ja, es ist halt sehr nüchtern dargestellt. In dem Fall. Oder auch nicht. Oder halt, ja, es halt.
00:35:31: Warum man das gemacht hat, um die Weine, auch die Legende ist, um die Weine für die Schifffahrt
00:35:36: zu stabilisieren. Man hat festgestellt, dass Fässer mit reinem Wein so instabilisiert sind und durch
00:35:42: die Bewegung auf dem Meer bei der Überfahrt sich verändert haben, teilweise gekippt sind. Und
00:35:47: irgendjemand hat halt dann einfach sich gedacht, ich probiere es mal mit Schnaps, ich weiß nicht
00:35:51: warum, auf jeden Fall hat man vor allem im Portugal, im Porto, wo ein großer Handelshafen war,
00:35:58: in Cheres im Südspanien, wo ein Hafen in der Nähe ist, angefangen, die Fässer mit Schnaps
00:36:05: aufzufüllen. Und hat sich gedacht, wird schon stabilisiert, wird klappen. Und es hat geklappt.
00:36:10: Und dann wurde daraus eine jahrhunderte lange Geschichte von gespriteten Wein. Das ist aber
00:36:17: der Grund, warum man es überhaupt gemacht hat. Stark. Cool, wieder was gelernt, siehst du mal.
00:36:22: Ja, ja, du, gern geschehen. Wunderbar, dass ich darauf hinaus wollte. Das wollte ich natürlich.
00:36:27: So, jetzt kommt Sarah, packt mal wieder ihre Sachen, fährt runter zu Conny und bringt ihren Lieblingssüßwein
00:36:33: mit. Natürlich wirst du noch gleich erraten, welcher das ist. Aber ich bringe den zu dir mit und
00:36:38: sag den Trinken mal heute Abend, was machst du mit der Flasche, um die richtige Servietemperatur,
00:36:43: die da wäre, zu erreichen. Oh, okay. Ich fordere dich heute. Ja, ja, die richtige. So wie eine Prüfung.
00:36:53: Du musst bald mal richtig so hören. Ja, also die richtige Temperatur des Servierens, das heißt ja
00:37:01: nicht, wie es dann getrunken wird, werde bei mir jetzt 10 Grad, dass ich dann als Trinktemperatur
00:37:10: um die 12 Grad habe. Also so würde ich es machen. Also ich würde deine Flasche nehmen und gucken,
00:37:16: welche Temperatur diese denn hat und dann vielleicht kurz runterkühlen. Ich hoffe,
00:37:20: dass ist die richtige Antwort. Ich bin ganz aufgeregt. Du musst das ja wissen, ich frag. Ja,
00:37:24: nee, so. Aber klingt solide, 10, 12 Grad. Ja, zu kalt, macht keinen Sinn, dann frierst du ein
00:37:32: bisschen die Aromatik weg. Das ist eh bei jedem, weiß man auch so. Aber du sollst ja die Süße
00:37:37: ein bisschen spüren. Das ist ja das Schöne dran, also frieren nicht ein. Aber zu warm ist auch ein
00:37:42: bisschen dann sehr plump. Also es kann dann sehr klebrig wirken. Also so eine schöne. Wenn es
00:37:48: Hochsommer ist, mach ich 8 Grad, im Winter würde ich es 10 Grad machen. Okay, das ist auch ein schöner
00:37:52: Richtwert. Jetzt nächste Frage. Ich ärgere mich gerade schon wieder, dass wir nach wie vor
00:37:57: nie eine Gläserfolge gemacht haben. Aber habe ich eine Empfehlung von dir für Gläser? Es gibt
00:38:06: spezielle Süßweingläser. Die haben eine besondere Form. Ja genau, sie gehen so ganz leicht,
00:38:15: konisch wieder zusammen. Sie sind nicht sehr voluminös und das ist auch wirklich meine Wahl. Also es
00:38:22: muss jetzt nicht supereng sein. Aber weißweinglas eher kleiner. Das ist ein schönes Glas, wenn man es
00:38:30: zur Verfügung hat. Ansonsten, wenn man jetzt keine Auswahl hat, dann macht man es in weißweinglas,
00:38:34: vor allem in eine Sektflöte oder so packe. Aber eher die kleinere Gläser will. Gibt es eine
00:38:44: Empfehlung für die Lagerung? Lagerere ich Süßweine anders als herkömmliche Wein? Nee,
00:38:49: gleich behandeln und vor allem kannst du bei Süßwein, der ist unsterblich. Süßweine sind
00:38:55: 100 Jahre und mehr. Durch den hohen Zuckergehalt? Ja, das ist wie eine Marmelade halt beimachen.
00:39:00: Also meine Mama hat immer noch Marmeladengläser von Himbeer in 1997. Also das hört mir aus.
00:39:08: Ich schäle die Weggläser in den Omas Keller. Ja genau, und es schmeckt auch immer noch. Also
00:39:13: je süßer ein Wein ist, wir reden jetzt nicht von Lieblich, nicht von Halbdrucken, von Süßwein. Da
00:39:18: hast du so viel Zucker, das ist eine Art Halber zu machen. Super. War schon immer so und ist mein
00:39:23: Wein jetzt nicht ungewöhnliches. Also da auch der Tipp, wenn man mal ein Geburtsjahrgangsgeschenk
00:39:29: machen möchte, denkt mir mehr an die Süßweine. Da kannst du nichts falsch machen. Du kannst es auch
00:39:36: noch, also wirklich auch wenn du es mal nicht ideal lagerst, die Süße gibt dir da wirklich eine
00:39:40: Sicherheit. Und wenn jetzt jemand sagt, ich möchte aber ein Wein, der ganz sicher, wenn der dann 18
00:39:45: ist oder wenn sie dann 21 ist, dass ihr den dann auch trinken kann. Süßwein. Süßwein ist so auf
00:39:51: meine Antwort, man hat nur so eine Abneigung, aber das ist eine der schönsten Formen Wein, die wir
00:39:58: haben. Es ist halt eine Essenz, es ist so eine Naturgewalt im Glas. Da trinkst du nicht litterweise,
00:40:04: da gebe ich zu. Aber man genießt so lange dahin, das muss man schon sagen. Also das Geschenkjahrgangs,
00:40:13: ich wäre so gefragt, mach Süßwein, mach Süßwein. Sehr schön. Wenn ich den dann mitbringe zu dir,
00:40:21: was servierst du mir denn dann auf dem Teller dazu? Ja, auf jeden Fall würde ich dir, wenn es eine
00:40:28: Vorspeise ist, richtig was schönes Herbes dazu geben, weil was Herbes, ein absoluter Klassiker,
00:40:37: ist eine Vogueur. Für alle, die das nicht kennen, das ist die Gänselstoppfläber. Da gibt es Diskussionen
00:40:49: drüber, aber um was ich sagen will, ist eine leichte Bitterkeit, wenn da ist. Und das ist bei
00:40:54: einer Vorgraben da. Und wenn auch viel Fett da ist, kann man das sehr gut mit Süßwein vorweg
00:41:00: servieren, weil was macht es? Es macht unfassbar Appetit auf dem Meer. Das löst bei uns auch Süße
00:41:05: auch aus. Oh, wie gerne ich das jetzt? Lust auf was Salziges und wenn du dann ein bisschen was mit
00:41:10: Flördecell hast, was Fettiges, perfekt zu Süßwein. Du kannst Süßweine auch nehmen, um wirklich
00:41:17: teilweise Hauptgänge zu begleiten. Du musst halt den richtigen Süßwein finden. Wir haben in
00:41:25: Frankreich die Art von Süßwein ein bisschen anders, wie wir sind, Deutschland haben. In Deutschland
00:41:28: haben die Süßweine meistens nur so 9-gramm neuen Volumen Alkohol. In Bordeaux, wenn du bist im
00:41:36: Sauterne, musst du ja mindestens 12 Alkohol haben. Also das ist ja wirklich ein ausgewachsener Wein,
00:41:41: wo der Alkohol auch eine Säule ist und dazu irgendwas vom Kalb, Kalbsfilet oder so rosa gebraten
00:41:49: mit einem Schlückchen dazu. Boah, das zerfließt, das zerfließt. Das ist so ein Tableau, um das
00:41:55: Gericht zu servieren. Herrlich, dann. Von mir aus machst du dann einen gegrillten Fenchel dazu oder so,
00:42:01: das ist so eine schöne Sprache. Macht dir nicht so viel Aufwand, aber wann kann ich kommen?
00:42:06: Jederzeit, die Stöhnen stehen offen. Der Abschluss ist natürlich, du kannst so fast jedes
00:42:14: Dessert damit servieren. Aber wenn man ein bisschen Spannungsbogen reinbekommen will,
00:42:19: dann sage ich, der warte Käsewein ist Süßwein. Punkt. Da kann jeder sagen, das stimmt. Also viele
00:42:29: Jahre in der Gastronomie, in der Sterne Gastronomie, an viele Käsewegen dieser Welt geschoben. Das ist
00:42:34: der wahre Universalwein für jede Käsesorte. Ob ich jetzt ein Ziegenkäse in der Asche habe,
00:42:38: ob ich einen Rock vor habe, dieser schöne Blauschimmelkäse, das ist der absolute Klassiker,
00:42:43: weil auch hier, kurze Exkurs, alle Blauschimmelsorten sind Edelschimmel in den Käsen. Und Edelschimme
00:42:50: schmeckt süßlich. Und jetzt kannst du auch noch so einen würzigen Käse von der Milch haben,
00:42:55: der Edelschimmel wird immer etwas Süße mitgeben und diese Süße greife ich dann perfekt auf. Ein
00:43:00: Rock vor mit einem Sotern, das ist ein Gedicht. Das ist schon fast Gesetz, dass das schön ist. Aber
00:43:07: du kannst auch einen Créer oder ein Comté oder was ist das ich, auch einen Alpenkäse aus unseren
00:43:14: ländlichen Raum mit ein bisschen mehr Kräuter und Heunoten. Das kannst du mit einem Süßwein
00:43:19: kombinieren. Das funktioniert. Vor zwei Stunden war ich auf dem Ise-Markt und jetzt bereue ich so sehr,
00:43:23: dass ich keinen Créer gekauft habe. Das ist auch mein Geld mit dem Schwein. In letzter Zeit begegnet mir
00:43:29: Süßwein auch sehr oft in Kombination mit der asiatischen Küche. Ja, auf jeden Fall Schärfe,
00:43:33: Schärfe, Schärfe, Schärfe. Wenn du was Scharfes hast, dann ist dein bester Freund Süße.
00:43:38: Hab ich ne Schärfe Süßmaus. Ne Schärfe Süßmaus. Wenn du es so richtig sehr süß wirst, dann wird
00:43:45: der wahrscheinlich sogar das dominieren. Da tippe ich ihr immer auf so, wir haben in Deutschland
00:43:49: die große Stärke mit unseren Feinherben und lieblichen Sachen. Da bin ich eher nicht ganz
00:43:54: zu süß werden, damit der Spannungsbogen bleibt. Also das nur der tip. Asiatische Küche und Deutsche,
00:44:00: nicht trockene Weine, perfekt. Ansonsten in der klassischen Küche sage ich mal, wenn man so
00:44:05: Menü denkt, dann darf es richtig süß werden. Ja und natürlich die Tarte Tarte oder so. Aber das
00:44:12: ist ja schon fast. Da muss ich euch ja nix erzählen. Das darf dich hier einfach nicht mehr nach
00:44:16: kulinarischen Tipps zur Begleitung fragen. Mir läuft gerade das Wasser im Munde zusammen. Ich möchte
00:44:22: eine andere Sache nur kurz noch sagen, damit man versteht, dass das auch ein bisschen was kostet.
00:44:28: Da wollte ich gerade darauf hinaus. Ach so, Entschuldigung. Dann sag ich. Du irgendwelche
00:44:32: Geheimtipps für mich für Preisleistungssieger im Süßweinsegment hast. Ja, habe ich. Hab ich mir
00:44:39: was rausgesucht, weil ich die Flagge für diese Weinenkategorie schwenke. Wir verschmähen sie und
00:44:45: hier hat es nicht verdient. Es ist so so schön und unsterblich und einfach zeitlos. Bei einem
00:44:53: normalen Wein geerntet hast man ungefähr einen Rebstock und kriegt eine Flasche raus. So viel
00:44:59: Wasser und Flüssigkeit herrscht da drinnen. Und wenn ich süß meine Produziehe, habe ich teilweise
00:45:04: nur 0,1 im Glas. Das ist was übrig bleibt. Und dafür sortiert man aus. Sortiert man aus,
00:45:15: wartet, entscheidet sich bewusst, dass Weingot mir das Wurstand soll, das Wasser verdampfen,
00:45:19: weil ich quasi nur noch den Sirup habe. Und das sind halt Sachen. Ja, das kostet ein bisschen was,
00:45:25: aber es ist viel günstiger, als man glaubt, weil wir so wenig Süßwein trinken. Der Markt hat
00:45:32: da ein bisschen, also die Leiden etwas, aber die, die es noch machen. Die sind fair im Preis. Es gibt
00:45:38: natürlich Wein, wie ein berühmtes Weingut aus dem Bordeaux, das ist halt 4, 500 Euro, teilweise
00:45:44: 1000 Euro kostet. Das ist natürlich absurd. Aber es gibt auch... Das machen wir immer nur mit was auf,
00:45:51: das wissen wir ja. Aber es gibt aus den berühmten, wo du mich jetzt gerade abgefragt hast, habe ich
00:46:00: mir quasi überlegt, dann sage ich dir an was. Das schreiben wir rein, das wäre jetzt zu viel zu
00:46:04: merken. Aber für 24 Euro hast du einen Sauterne im Glas und das ist einer der berühmtesten und
00:46:11: ältesten, es hat Thomas Jefferson schon damals abgefeiert, also eine ganz andere Epoche, wo diese
00:46:16: Weine schon groß waren. Und der heißt Lyon de Souteron, der Löwe von Souteron. Und das ist
00:46:24: für mich mein persönlicher Favorit, wenn ich einen Sauterne aussuche, dann nein, ich kaufe kein
00:46:30: E-Camp, vielleicht weil ich auch nicht immer 400, 500.000 Euro übrig habe, sondern einfach weil ich
00:46:34: für 24 Euro da was bekomme, wo ich sage vielen Dank, ich lerne es kennen auf eine so schöne,
00:46:39: leckere Art und Weise und den kriegt man hier, man kriegt ihn in Deutschland. Deutschland hat ja
00:46:44: auch eben einiges zu bieten und da gibt es für mich ein Weingut. Wenn du mir jetzt meinen Lieblingswein
00:46:49: erinnst, dann feier ich dich. Ich glaube, ich weiß dein Lieblingsweingut und ich weiß auch deine
00:46:54: Lage speziell, glaube ich, aber das Weingut, was ich ausgesucht hat, hat zwar die richtige Lage,
00:47:00: aber du bist, soll ich sagen? Ja. Also ich sag, was ich glaube, dass dein Lieblingsweingut ist,
00:47:08: ich glaube, es ist, ich glaube, es ist, es ist prüm. Nein, aber nah dran. Okay, es ist aber die
00:47:23: wählender Sonnenuhr. Ja. Also, wählender Sonnenuhr ist ein Dorf, das heißt, wählen an der wunderschönen
00:47:31: Mothel gelegen und die Sonnenuhr, das ist eine wirklich historische Sonnenuhr in der Weimbergslage
00:47:40: von dem Dorf Wählen und man war halt bei der Namensgebung oft mal nicht sehr kreativ, also
00:47:45: es ist einfach schlicht und ergreifend, die Lage heißt, wählender Sonnenuhr. Einen der besten
00:47:50: Spots auf der ganzen Welt für Rieslinge und daraus die Klaviertour von bis trocken bis
00:47:56: sehr süß, alles ist möglich, alles ist wunderschön. Verstehe ich, verlieben sich, viele Leute haben
00:48:01: die Wählender Sonnenuhr sich tätowieren lassen auf dieser Welt, weil das so eine einzigartige
00:48:05: Lage ist, dann ist es mein Weingut, dass ich jetzt sage, meins ist Weingut-Kerpen. Okay. Das Liste
00:48:12: Nachbar von Prüms und ich liebe Katharina Prümm und Tja Tja Prümm und andere Prümm und alle,
00:48:17: die Prüms sind spektakulär, aber egal eigentlich welches Haus du da nimmst, ich liebe es. Vielleicht
00:48:24: ist es dann bei dir losen, Doktor losen? Nein. Also vorerst, wenn ihr Wählender Sonnenuhr
00:48:29: lest, macht es es. Das ist absolute Weltklasse im Glas und Weingut-Kerpen hat eine Spätlese
00:48:38: und die ist aus dem Jahr 2019, ich habe gestern noch extra auf einen Online-Shop geschaut und die
00:48:44: kriegt man und jetzt haltet euch fest, eine Spätlese aus Deutschland von der Wählender Sonnenuhr
00:48:48: aus dem Jahr 2019, also ein bisschen Reife, so ein bisschen mal abwarten, die haben mich wahnsinnig
00:48:55: viel alte Weine im Weinkeller liegen, das so schön ist, du kriegst auch noch 2003 Jahrgang
00:48:59: bei denen. Kostet nur 16 Euro. Steillage, spät gelesen, wunderbar. Dann machst du nichts verkehrt,
00:49:09: wenn du dich auch mal ran trauen möchtest und mal gucken möchtest, ob es so ist. 0,75 Liter für 16 Euro,
00:49:14: also günstige, das ist ja schon fast frech, das ist ja schon fast unglaubwürdig.
00:49:19: Ich habe damals mich im Jahr gezahlt, das war mein Weihnachtsgeschenk zu 23 von meinen Eltern,
00:49:24: da war es nur eine besondere Uhr. Aber dann, ich gebe noch einen Tipp ab, aber nur weil ich jetzt
00:49:31: noch mal einen Losen gedacht habe, der Ernie-Losen, der ist ja auch ein bisschen verbandelt mit noch
00:49:38: einem Weingut, was sehr bekannt ist, und das sind die Weingüter Wegeler. Richtig, die Weingüter.
00:49:43: Das sind sehr Mosele-Ikonen. Schaut dort an dieser Stelle an meine Freundin Julia Enders,
00:49:50: denn durch die habe ich diesen Wein kennengelernt und es war faktisch auch das erste Mal, dass ich
00:49:53: überhaupt süßbein bewusst getrunken habe. Es war ein Abend, da sind wir bei ihr versackt,
00:49:58: im eskalationsreichsten Sinne, den man sich vorstellen kann. Es war ein wundervoller
00:50:03: Abend mit viel Kerzenstein, viel Wein und viel gutem Essen, und da hat sie mir das quasi serviert,
00:50:09: und ich habe einen Schluck genommen und mein Zitat war, das ist ja als hätte ich Gold im Mund.
00:50:14: Das war für mich so mein Flowing und seit diesem Tag erkenne ich auch blind, erkenne ich den Wein
00:50:20: blind, das ist einer der Weine, den erkenne ich überall auf der Welt blind. Und das hat auch
00:50:24: schon so oft geklappt, dass ich gesagt habe, sag mal, das ist doch hier die Sonne in eurem Glas.
00:50:28: Ja, richtig, bin ich immer ein bisschen stolz. Also schau mal, Julia an dieser Stelle.
00:50:32: Aber was wir jetzt hier rumgefachsert haben, ist schon auch Pro-Level,
00:50:36: das ist einfach diese weltersüßliche Wein oder restsüßende Weine ist noch mal eine ganz
00:50:46: eigene Qualität. Und da geht noch mal eine Welt auf und wenn man die mal erkundet,
00:50:54: dann wird man da auch nicht mal von los kommen und das will ich nur inspirieren mitgeben.
00:50:58: Mach's einfach mal die Tür auf und probierts euch mal aus, weil das ist so schön und dann
00:51:04: merkt man erst, wie viel es auf dieser Welt von diesen Perlen gibt. Ja.
00:51:08: Ich finde mir persönlich macht's mit Süßwein auch am meisten Spaß, so Food-Pering auszuprobieren.
00:51:13: Das ist auch, weil etwas passiert auch im Mund, so eine schöne Spannung. Beides steht meistens für
00:51:21: sich. Also ja, ich bin voll bei dir.
00:51:23: Das ist jetzt einfach noch so früh um anzufangen. Wobei, wie ich in München bin. Nein.
00:51:29: Einletzend Fun-Fact habe ich mal für dich, weil ich auch...
00:51:33: Ich habe auch noch einen.
00:51:34: Ach ja, ich bin mir das nicht, ich freue mich schon die ganze Zeit drauf.
00:51:37: Ich habe aber immer ein bisschen Angst, aber ich freue mich auch.
00:51:40: Die teuersten Weine der Welt sind meistens auch süße Weine.
00:51:43: Echt?
00:51:43: Ja. Und eben, sie können am längsten bewerten werden. Ich habe ja auch von ein paar Folgen
00:51:49: mal erzählt, mein älterster Wein war aus den 1890er Jahren von einem Weinkut aus Deutschland.
00:51:55: Das war eine Riesling. Und es war eine feinste Auslese. Also auch immer, es sind immer die
00:52:01: restzüßen Sachen. Und man hat früher ja viel süßer getrunken. Ich habe auch immer erzählt,
00:52:05: worum es die Champagnierschalen eben gibt. Das ist alles immer basierend auf dieser schönen,
00:52:10: herrlichen Süße, weil sie uns einfach gut tut. Und der teuerste Riesling der Welt, also
00:52:16: das teuerste Süße Wein ist ein Riesling aus Deutschland, der hat jetzt seit Jüngst erst
00:52:20: bei der Auktion 16.000 Euro erst steigert. Also, ich weiß nicht.
00:52:27: Das ist, wie gesagt, eine eigene Welt. Das ist eine eigene Cosmos nochmal, dieses Süße
00:52:31: Wein. Man macht es immer so, es fällt immer so hinten am Tisch runter.
00:52:34: Ah, nee, tut es gar nicht. Das erschreien die Leute danach.
00:52:38: Also, ja.
00:52:39: Toll. Ich würde sagen so sehr, wie du dich über die Drehverschlussfolge gefreut hast.
00:52:43: Ich freue mich jetzt über die Süße Weinfolge. Da bin ich jetzt sehr glücklich, das war das
00:52:47: mal hier. Alles haben festgehalten.
00:52:50: Ja, alles haben festgehalten. Ich verstehe es. Gut, gut.
00:52:54: Ich weiß genau, dass ich mich jetzt gleich auf den Weg mache, hier um die Ecke zu Bruno's
00:52:58: Käseladen auf dem Schulterblatt. Mir ein bisschen Käse hole. Ich weiß, was ich bei ihm mache.
00:53:03: Herrlich. Ja, geil.
00:53:04: Und wie Conny sagen würde, das Leben ist schön. In dem Sinne, ich habe natürlich auch dir
00:53:09: wieder etwas mitgebracht, was du so schnell nicht vergessen wirst. Davon gehe ich aus.
00:53:13: Kennst du die App? Fragen wir anders. Warst du mal auf Tinder?
00:53:17: Nein. Ich auch nicht. Ich glaube, wir haben nicht so viel verpasst. Warst du mal auf Tutta?
00:53:23: Auf wem? Tutta.
00:53:25: Ich war auf keine, wenn es eine Dating App ist. Ich habe noch nie eine Dating App auf
00:53:28: meinem Handy besessen, um das abzukühlen zu können.
00:53:30: Ich glaube, ich habe es auch falsch ausgesprochen. Ich würde sagen Tata. Ich sage jetzt Tata.
00:53:33: Okay, cool. Hatte ich auch nicht.
00:53:35: Hätte mich auch gewundert. Was ist das?
00:53:39: Nein, es ist so, als ich.
00:53:42: Es ist eine Dating App. Aber das ist eine App auf meinem Handy.
00:53:47: Moment.
00:53:49: Was?
00:53:51: Okay, also ich schaffe das jetzt.
00:53:54: Tata ist eine App in Großbritannien. Und das ist quasi das Tinder für Kühl.
00:54:01: Oh Gott.
00:54:05: Du hast so geil gewusst, wie du zu ja gesagt hast.
00:54:07: Denn über Tata können Landwirte quasi die perfekte Partnerkuh für ihre Tiere finden.
00:54:13: Oh, ist das ein bisschen...
00:54:15: In dem Sinne.
00:54:17: Ich probiere es mal bei Tata. Okay, Tinchin.
00:54:22: Und cut. Das werte Freunde des Genussbaas für heute wieder mit weines dir Hobby.
00:54:27: Wir hoffen, ihr hattet Spaß und konntet ein bisschen etwas mitnehmen.
00:54:30: Vergesst nicht uns zu abonnieren, um keine Anekdoten, Weinbeisheiten und auch Wissen zu verpassen.
00:54:35: Oder teilt gern eure Erfahrungen, Fragen oder eure Lieblingsbeine mit uns.
00:54:39: Beispielsweise findet ihr uns bei Instagram unter natürlich beinestirrhobby.
00:54:43: Prost und bis zur nächsten Flasche, bis zur nächsten Folge.
00:54:48: [Musik]
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